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ARD und ZDF senden 221 Stunden live von Olympischen Winterspielen

Live schlägt alles – nach dieser Fernseh-Weisheit senden ARD und ZDF von den Olympischen Winterspielen in Vancouver. Die beiden öffentlich-rechtlichen TV-Sender wollen an 17 Tagen insgesamt rund 221 Stunden Direktübertragungen anbieten. Aufgrund der neunstündigen Zeitverschiebung im Vergleich zu Kanada müssen sich die Sport-Liebhaber hierzulande zwar auf zahlreiche „Night Sessions“ einstellen. Sie sehen aber die Entscheidungen vieler ihrer Lieblingssportarten in der „Prime Time“. Von 18 Uhr bis 9 Uhr am anderen Morgen laufen die Live-Übertragungen.


„Zur besten Sendezeit am Abend werden viele Top-Ereignisse zu sehen sein“, versprach ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz am 9. Dezember bei der Programmpräsentation in der kanadischen Botschaft in Berlin. „Das wird ein großer Vorteil für uns sein.“ Das gilt beispielsweise für Skispringen oder für Biathlon, Lieblingssportart der deutschen Fernsehzuschauer. Für ARD und ZDF sind das garantierte Quoten-Renner.

Zu nachtschlafener Zeit laufen vor allem die Hallen-Sportarten wie Eishockey oder Eiskunstlauf. Am anderen Morgen bieten beide Sender zahlreiche Zusammenfassungen von den Höhepunkten des Vorabends.

Zuschauern, denen das noch nicht genug ist, bieten die Sender noch mehr. Neben der Berichterstattung in den Hauptprogrammen senden ARD und ZDF auch auf zwei Digitalkanälen. Bei „Eins Festival“ und „ZDF Infokanal“ kommen weitere 250 Stunden Live-Berichterstattung hinzu.

Mit einem Star-Aufgebot reisen ARD und ZDF nach Kanada. Neben anderen prominenten Moderatoren wie Gerhard Delling und Katrin Müller-Hohenstein werden zahlreiche Ex-Sportler als Experten aus Kanada berichten. Zu den Experten der ARD gehören unter anderem die Olympiasieger Katarina Witt, Ricco Groß, Markus Wasmeier und Dieter Thoma. Das ZDF schmückt sich mit dem Fachwissen und dem Medaillen-Glanz von Sven Fischer, Jens Weißflog, Christoph Langen, Gunda Niemann-Stirnemann und Hilde Gerg. „Das kommen viele Goldmedaillen zusammen“, sagte ARD-Moderator Michael Antwerpes.

Die Berichterstattung aus Kanada ist zugleich der Startschuss für den Regelbetrieb des HDTV-Standards: Durch die hochauflösende Fernseh-Technik versprechen sich die Sender „brillante Bilder in außergewöhnlicher Schärfe“. „Das ist gerade beim Sport ein immenser Vorteil“, sagte ARD-Programmdirektor Volker Herres und scherzte: „Das werden die schärfsten Spiele, die es je gegeben hat.“

Die beiden Sender wechseln sich in der Berichterstattung täglich ab. Beginnen wird das Erste am 12. Februar 2010 um 19 Uhr mit der Qualifikation des Skispringens sowie in der folgenden Nacht mit der Eröffnungsfeier. „Die Zusammenarbeit ist ja nicht neu“, sagte ZDF- Chefredakteur Nikolaus Brender, erklärte aber auch, dass die finanziellen Rahmenbedingungen „uns zu einer noch intensiveren und rationelleren Zusammenarbeit gezwungen“ haben. (Infosat.de)


verfasst am 11.12.2009, 11:34